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Fax-Kosten fürs Unternehmen, aufgeschlüsselt

Wie sieht Ihr Fax-Monat aus?

Sagen Sie uns, wie Sie faxen — wir sortieren alle Anbieter nach Ihren echten Monatskosten.

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Wählen Sie, wo Sie eine lokale Nummer zum Empfangen brauchen. Jeder Dienst sendet Faxe weltweit in jedes Land — wählen Sie „Mein Land ist nicht dabei“, wenn Sie nur senden möchten.

Ihre besten Treffer

Deutsche Unternehmen faxen mehr, als es dem Rest der Welt lieb wäre. Kanzleien schicken Schriftsätze ans Gericht, Steuerberater tauschen Belege mit dem Finanzamt, Arztpraxen und Kliniken versenden Befunde und Überweisungen, und in der Kommunikation mit Behörden ist das Fax vielerorts noch immer das Medium, auf das man sich verlassen muss. Wer diese Faxwege ins Digitale verlegt, spart den ISDN-Anschluss, das Gerät und den Toner — steht dann aber vor einem unübersichtlichen Tarifdschungel aus US-Anbietern, deren Preise in Dollar ausgezeichnet sind.

Die meisten Firmen zahlen dabei auf eine von zwei Arten zu viel. Entweder buchen sie den größten Tarif “zur Sicherheit”, oder sie nehmen den kleinsten und bluten Monat für Monat über Zusatzseiten aus. Beide Fehler haben dieselbe Ursache: eine fehlende Zahl. Wie viele Seiten Ihr Betrieb tatsächlich sendet und empfängt, verrät die Nutzungsübersicht Ihres aktuellen Anschlusses in dreißig Sekunden — und genau diese Zahl entscheidet, welcher Tarif passt.

Ein Hinweis vorweg: Alle Preise in diesem Ratgeber stehen in US-Dollar, weil sämtliche zehn Anbieter so abrechnen. Rechnen Sie für das eigene Budget grob den aktuellen Wechselkurs plus Kreditkartengebühr dazu. Wenn Sie das Lesen abkürzen wollen, tragen Sie Ihre monatliche Seitenzahl in unseren Faxkosten-Rechner ein — er sortiert alle Tarife nach Ihrem Verbrauch.

Die eine Zahl, die alles entscheidet: Seiten pro Monat

Faxtarife rechnen nach Seiten ab, nicht nach einzelnen Faxen, und fast jeder Anbieter wirft gesendete und empfangene Seiten heute in einen gemeinsamen Monatstopf. Diese Bündelung unterschätzen Einkäufer regelmäßig. Wer 400 Seiten sendet und 400 empfängt, braucht einen 800-Seiten-Tarif, nicht einen mit 400 — und jedes Werbefax, das hereinflattert, zählt ebenfalls mit.

Zwei Anbieter durchbrechen dieses Modell, und beide auf eine Weise, die Geld kostet, wenn man nicht aufpasst. MyFax teilt sein Kontingent in getrennte Sende- und Empfangstöpfe: Der Home-Office-Tarif gibt 100 gesendete und 100 empfangene Seiten, und übrige Empfangsseiten decken niemals zusätzliche gesendete ab. iFax geht den umgekehrten Weg mit harten Obergrenzen — dort gibt es überhaupt keine Zusatzseiten-Gebühr, was zunächst gut klingt, in einem starken Monat aber schlicht zum Tarifwechsel zwingt. Wissen Sie, welches Modell Sie kaufen, bevor Sie unterschreiben.

Was ein Büro wirklich zahlt: das Rechenbeispiel

Nehmen wir an, Ihr Büro bewegt rund 700 Seiten im Monat, gesendet und empfangen zusammen, ohne besondere Compliance-Anforderung. So schlagen sich die führenden Preis-Leistungs-Tarife:

TarifPreis/Monat (jährlich)Seiten inklusiveZusatzseite
MetroFax Best Value12,46 $1.0503 Cent
Nextiva vFax Professional13,95 $1.0003 Cent
MetroFax Essential9,96 $5503 Cent
Fax.Plus Business27,99 $1.0005 Cent
eFax Business39,99 $5007 Cent

Bei 700 Seiten gewinnt MetroFax Best Value mit 12,46 Dollar klar — 1.050 Seiten lassen bequem Luft zum Pauschalpreis. Beachten Sie aber die Falle im günstiger wirkenden Essential-Tarif: Für 9,96 Dollar bekommen Sie nur 550 Seiten, überziehen also um 150 Seiten, und die kosten bei 3 Cent noch einmal 4,50 Dollar. Aus dem vermeintlich günstigeren Tarif werden so 14,46 Dollar — teurer als der Nachbar, der im Regal 2,50 Dollar mehr verlangt. Nextiva vFax Professional liegt mit 13,95 Dollar dazwischen und bringt einen echten Vorteil mit: fehlgeschlagene Übertragungen zählen nicht gegen das Kontingent. Das zahlt sich aus, wenn Sie an die betagten Geräte faxen, die in Behörden und Krankenhäusern noch immer stehen.

Daraus wird eine simple Faustregel: Ist die Zusatzseite billig (3 bis 5 Cent), buchen Sie die Stufe knapp unter Ihrem Schnitt und lassen die Überziehung die Spitzenmonate abfedern. Ist die Zusatzseite teuer (10 bis 20 Cent), buchen Sie die Stufe darüber. CocoFax Lite ist hier das mahnende Beispiel: 20 Cent pro Zusatzseite — der höchste Wert in unserer Datenbank — bestrafen jeden, der zu knapp kalkuliert.

Deutsche Faxnummer: das erste Ausschlusskriterium

Für viele deutsche Firmen ist eine Nummer mit deutscher Vorwahl kein Nice-to-have, sondern Pflicht — Mandanten, Ämter und Kassen erwarten sie. Genau hier lichtet sich das Feld drastisch. Nur drei Anbieter vergeben deutsche Ortsnummern: Fax.Plus (Nummern in über 190 Ländern), eFax und CocoFax. Die günstigen Volumen-Champions Nextiva vFax, MetroFax und SRFax sowie das praxisstarke Documo bieten ausschließlich Nummern für die USA und Kanada. Sie können damit zwar von Deutschland aus faxen, aber Ihre Absender- und Empfangsnummer trägt eine amerikanische Vorwahl — für den Schriftverkehr mit einem deutschen Gericht selten akzeptabel.

Wer eine deutsche Nummer braucht, landet daher fast automatisch bei Fax.Plus. Der Business-Tarif kostet 27,99 Dollar im Jahresabo, umfasst 1.000 Seiten, fünf Teammitglieder und 5 Cent pro Zusatzseite. Günstiger geht es mit dem Premium-Tarif für 13,99 Dollar (500 Seiten) oder Basic für 6,99 Dollar (200 Seiten) — je nach Volumen. CocoFax unterbietet das mit dem Lite-Tarif für 4,99 Dollar noch einmal deutlich, liefert aber nur 60 Seiten, bestraft Überziehung mit 20 Cent und hinkt bei der Zustellzuverlässigkeit hinterher. Welcher Anbieter für Ihr Volumen und Ihre Länderwahl vorn liegt, zeigt der Anbietervergleich.

Wann welcher Anbieter passt

Preis bei Volumen — Nextiva vFax oder MetroFax. Diese beiden gewinnen die Tabelle und sonst wenig. Nextiva vFax Essential kostet 7,95 Dollar für 500 gemeinsame Seiten, MetroFax Essential 9,96 Dollar für 550. Beide nur USA und Kanada, beide mit angestaubter Oberfläche, keiner mit deutscher Nummer. Für rein innerdeutsches, konstantes und unreguliertes Faxen schlägt beim reinen Seitenpreis niemand diese zwei — sofern Sie mit einer US-Nummer leben können.

Rundester Allrounder mit deutscher Nummer — Fax.Plus. Wenn Sie saubere Apps auf jeder Plattform, eine Team-Konsole und Integrationen für Slack und Teams wollen, deckt Fax.Plus Business alles ab und bringt die deutsche Ortsnummer mit. Sie zahlen einen Aufschlag gegenüber den Sparanbietern, bekommen dafür aber Software, die sich nach 2026 anfühlt, plus einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit 10 Seiten zum Testen.

Dokumentenlastige oder Praxis-Workflows — Documo. Documo ist für Kliniken gebaut statt nachträglich angepasst: Jeder Tarif bringt einen unterschriebenen BAA ohne Aufschlag mit, beginnend beim Solo-Tarif für 25 Dollar (300 Seiten). Der Professional-Tarif (62,50 Dollar im Jahr, 800 Seiten, 3 Nutzer) ergänzt OCR, E-Signaturen und EHR-Anbindungen. Für deutsche Praxen wichtig: Der BAA ist ein US-Instrument; hierzulande zählt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO. Und Documo vergibt keine deutsche Nummer — als Werkzeug für digitale Dokumentenverarbeitung bleibt es dennoch beachtenswert.

Budget-Compliance — SRFax. Wer verschlüsselte Ablage und einen Compliance-Rahmen braucht, aber nicht Documos Automatisierung, findet bei SRFax Healthcare Basic für 13,65 Dollar im Jahresabo 500 Seiten mit PGP-verschlüsselter Speicherung und einer 60-Tage-Geld-zurück-Garantie — der längsten risikofreien Testphase in unserem Vergleich. Nummern gibt es aber nur für die USA und Kanada. Die vollständige Compliance-Aufschlüsselung steht in unserem HIPAA-Ratgeber.

Markenvertrauen mit deutscher Nummer — eFax. eFax Business kostet 39,99 Dollar im Monat und bündelt fünf Nutzer, HITRUST-Zertifizierung, echten 24/7-Support und eine deutsche Faxnummer. Pro Seite ist es die teuerste Option hier, und einen ausgewiesenen Jahresrabatt gibt es nicht. Sie bezahlen den Namen des Platzhirschen und die internationale Reichweite; wenn beides Sie nicht bewegt, liefern die Preis-Leistungs-Anbieter mehr Seiten für weniger als die Hälfte — nur eben ohne deutsche Vorwahl.

Stolperfallen, die die Rechnung aufblähen

  • Mehrnutzer-Regeln. Einstiegstarife sind fast immer Einzelplatz, und manche Anbieter untersagen das Teilen eines Logins ausdrücklich. Sollen zwei oder drei Personen senden, buchen Sie den Tarif mit Plätzen — Fax.Plus Business (5), Documo Professional (3), CocoFax Business (5) — statt eine Kontosperre zu riskieren.
  • Selbst erklärte vs. unterschriebene Compliance. CocoFax bewirbt sich als “HIPAA-konform”, legt aber keinen unterschriebenen BAA vor — und genau das Papier trägt die rechtliche Last. Für sensible Daten bestehen Sie auf Anbietern, die es schriftlich geben: SRFax, Documo, iFax (ab Plus) oder eFax Business. Für den deutschen Rechtsraum zählt ohnehin der DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag.
  • Nur US-Nummern. Nextiva, MetroFax, SRFax und Documo vergeben Nummern ausschließlich für die USA und Kanada. Für eine deutsche oder andere ausländische Ortsnummer bleiben realistisch Fax.Plus, eFax oder CocoFax — mehr dazu in unserer Preisübersicht nach Land.
  • Testphasen schwanken stark. MetroFax gibt nur 3 Tage, SRFax 60. Eine kurze Testphase reicht, um die Zustellung an ein paar Schlüsselnummern zu prüfen, nicht aber, um einen vollen Abrechnungszyklus zu bewerten.
  • Einmalgebühren beim Checkout. Achten Sie auf einmalige Einrichtungs- oder Aktivierungsgebühren. In den aktuellen Tarifen unserer zehn Anbieter liegen sie bei null, doch Altverträge trugen historisch mitunter einen 10-Dollar-Setup. Was ein Anbieter am Ende wirklich kostet, lesen Sie in unserer Preisübersicht und im Ratgeber Was kostet Online-Fax?.

Das Fazit

Für die meisten Unternehmen ohne Compliance-Zwang lautet die ehrliche Antwort Nextiva vFax oder MetroFax — sofern eine US-Nummer genügt. Wählen Sie das Kontingent knapp über Ihrem Monatswert und freuen Sie sich über 3-Cent-Zusatzseiten, die eine falsche Schätzung billig machen. Sobald aber eine deutsche Faxnummer ins Spiel kommt — und für Kanzleien, Praxen und Behördenkontakte tut sie das fast immer — führt der Weg zu Fax.Plus Business, dem einzigen rundum modernen Anbieter mit deutscher Ortsnummer. Wer täglich Dokumente und Patientendaten bewegt, ist bei Documo oder SRFax richtig, muss dort aber mit US-Nummern und einem separaten DSGVO-Vertrag leben.

Beginnen Sie immer bei Ihrer Nutzungsübersicht, nicht bei der Preisseite. Füttern Sie die Zahl in den Rechner, und wenn Sie noch ganz ohne Faxgerät starten, hilft der Ratgeber Faxen ohne Faxgerät beim ersten Schritt.

Häufige Fragen

Mit welchem Budget sollte ein kleines Unternehmen fürs Faxen rechnen?

Für ein bis fünf Personen mit gelegentlichem Faxbedarf reichen 7 bis 12 Dollar im Monat. Ein Büro mit 300 bis 1.000 Seiten liegt bei 10 bis 15 Dollar, etwa mit Nextiva vFax oder MetroFax. Wer eine deutsche Ortsnummer braucht, kalkuliert für Fax.Plus rund 14 bis 28 Dollar.

Bekomme ich für mein Unternehmen eine deutsche Faxnummer?

Nur bei drei der zehn Anbieter: Fax.Plus, eFax und CocoFax vergeben deutsche Ortsnummern. Die günstigen Volumen-Anbieter Nextiva vFax, MetroFax und SRFax sowie Documo bieten ausschließlich Nummern für die USA und Kanada — für eine Nummer mit deutscher Vorwahl scheiden sie damit aus.

Ist Online-Faxen DSGVO-konform genug für Verträge und Behördenpost?

Die Übertragung ist bei jedem großen Anbieter TLS-verschlüsselt, also sicherer als ein Faxgerät an der analogen Leitung. Für personenbezogene oder besonders sensible Daten sollten Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen und einen Anbieter mit ISO 27001 und SOC 2 wählen. Fax.Plus stellt DSGVO-Unterlagen bereit; HIPAA ist dagegen US-Recht und für deutsche Nutzer zweitrangig.

Zählen eingehende Faxe und Werbefaxe zu meinem Kontingent?

Meist ja. Die meisten Tarife bündeln gesendete und empfangene Seiten in einem gemeinsamen Topf, sodass Werbefaxe still Ihr Kontingent aufzehren. MyFax trennt Senden und Empfangen sogar in zwei getrennte Töpfe (100/100 im Home-Office-Tarif). Nextiva vFax ist die freundliche Ausnahme: fehlgeschlagene Faxe zählen dort gar nicht mit.

Monatlich oder jährlich bezahlen?

Das Jahresabo spart fast überall 15 bis 40 Prozent. Fax.Plus und Nextiva nehmen rund ein Drittel vom Preis, MetroFax und SRFax 15 bis 20 Prozent. Die Ausnahmen sind eFax und Documos Solo-Tarif mit einem einzigen Pauschalpreis. Testen Sie aber erst einen vollen Abrechnungszyklus, bevor Sie sich ein Jahr binden.

Wie viele Nutzer sind in Business-Tarifen enthalten?

Ab der Mittelklasse in der Regel mehrere. Fax.Plus Business umfasst 5 Mitglieder, Documo Professional 3, CocoFax Business 5, eFax Business 5. Einstiegstarife sind meist auf einen Nutzer ausgelegt, und einige Anbieter untersagen das Teilen eines Logins ausdrücklich — prüfen Sie das, bevor mehrere Kollegen dieselbe Anmeldung nutzen.

Zahlen Sie nicht zu viel fürs Faxen

Zwei Minuten mit unserem Rechner sparen im Schnitt 5 bis 15 Dollar pro Monat.

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