Wenn mich jemand fragt, mit welchem Online-Faxdienst er anfangen soll, ohne sich vorher wochenlang einzulesen, nenne ich in der Regel Fax.Plus. Der Dienst erledigt die unspektakulären Dinge zuverlässig: Die Apps sind aufgeräumt, es gibt Rufnummern in weit über hundert Ländern — deutsche Ortsnummern eingeschlossen —, und ein dauerhaft kostenloser Tarif erlaubt es, das Ganze vor der ersten Zahlung auszuprobieren. Wer 2026 einen naheliegenden Standard im Cloud-Faxen sucht, landet schnell hier.
Nur ist “insgesamt am besten” eben nicht dasselbe wie “am besten für Sie”. Und Fax.Plus hat eine Entscheidung fest in seine Preisliste eingebaut, die den Dienst für zwei wichtige Gruppen leise ausschließt: kleine Arztpraxen und Entwickler. Sowohl der HIPAA-BAA als auch der API-Zugang stecken inzwischen ausschließlich im Enterprise-Tarif ab 79,99 Dollar. Wer eines von beidem braucht, sollte weiterlesen — aber ein, zwei Alternativen im Hinterkopf behalten.
Dieser Test geht durch jeden Tarif, die tatsächlichen Kosten samt Zusatzseiten und Aufschlägen, die App-Palette und die Sicherheitslage. Und er sagt klar, wo das Produkt wirklich glänzt und wo das Marketing der Realität ein Stück voraus ist. Vorab ein Hinweis, der sich durch den ganzen Text zieht: Fax.Plus rechnet, wie fast alle Anbieter dieser Kategorie, in US-Dollar ab — die Beträge unten sind also Dollarpreise, keine Euro.
Für wen sich Fax.Plus eignet — und für wen nicht
Fax.Plus ist eine starke Wahl, wenn Sie Faxe unkompliziert vom Handy, vom Laptop oder direkt aus dem Postfach senden und empfangen wollen und dabei Wert auf saubere Bedienung und internationale Reichweite legen — mehr jedenfalls als auf den letzten Cent beim Seitenpreis. Homeoffices, Selbstständige und kleine Teams mit grenzüberschreitendem Schriftverkehr sind die Idealkundschaft. Auch größere Organisationen, die gezielt das Enterprise-Paket brauchen — API, Single Sign-on und einen unterschriebenen BAA unter einem Dach —, sind hier gut aufgehoben.
In drei Fällen würde ich woanders suchen. Sind Sie eine Einzelpraxis, die HIPAA-Konformität zum kleinen Budget benötigt, dann sind 79,99 Dollar im Monat allein für einen BAA schwer zu rechtfertigen — SRFax und Documo liefern ihn in deutlich günstigeren Tarifen mit. Sind Sie Entwickler und wollen bloß eine Fax-API ohne Enterprise-Ballast, ärgert die teure Zugangssperre. Und wenn es Ihnen einzig um den niedrigsten Seitenpreis für den Inlandsversand geht, schlagen Budget-Konkurrenten Fax.Plus in der Tabellenkalkulation. Wie die Rechnung für Ihr konkretes Volumen ausfällt, zeigt am schnellsten unser Faxkosten-Rechner.
Wer hinter Fax.Plus steht
Fax.Plus stammt von Alohi, einem Schweizer Unternehmen mit Sitz in Genf, das seine “Swiss Made”-Herkunft und den damit verbundenen Datenschutz-Ruf bewusst betont. Für ein deutsches Publikum ist das mehr als Folklore: Ein Anbieter mit Wurzeln im europäischen Rechtsraum und einem sichtbaren Sicherheitsprogramm wirkt für Kanzleien, Steuerberater und Behörden von vornherein vertrauenswürdiger als ein anonymer White-Label-Betrieb aus dem Ausland.
Alohi ist kein Ein-Produkt-Haus. Neben Fax.Plus gibt es Sign.Plus (elektronische Signaturen), Scan.Plus (mobiles Scannen) und Dial.Plus (Telefonie). Das hat Folgen: Die Signaturfunktion in Fax.Plus ist im Kern Sign.Plus mit Faxhut, und die gemeinsame Entwicklung merkt man daran, wie einheitlich sich die Apps anfühlen. Das Unternehmen spricht von Millionen Nutzern in über 190 Ländern und nennt Referenzkunden wie PwC und Cloudflare. Solche Logos nimmt man mit der üblichen Vorsicht — Größenordnung und Zertifikatsliste dahinter sind aber real.
Die Tarife im Detail
Fax.Plus führt fünf Stufen: einen Gratis-Tarif und vier bezahlte. Jeder kostenpflichtige Tarif ist im Jahresabo günstiger — Alohi wirbt mit bis zu drei Freimonaten bei jährlicher Zahlung, was ungefähr einem Drittel Rabatt gegenüber der monatlichen Abrechnung entspricht. Die Preise unten setzen dieses Jahresabo voraus; wer monatlich zahlt, gibt rund 33 Prozent mehr aus.
Der Free-Tarif umfasst 10 Seiten insgesamt, ohne Kreditkarte. Er kann nur senden und bringt keine eigene Nummer mit — verstehen Sie ihn also als Probelauf, nicht als vollwertigen Plan. Als Weg, vor der ersten Zahlung zu prüfen, ob die Apps zu Ihnen passen, gehört er trotzdem zu den besseren im Markt.
Basic ist der Einstieg zu 6,99 Dollar monatlich im Jahresabo (9,33 Dollar bei monatlicher Zahlung). Dafür bekommen Sie eine eigene Faxnummer und 200 Seiten pro Monat, jede weitere Seite kostet 10 Cent. Das ist der Tarif für einen Haushalt oder eine Einzelperson, die gelegentlich faxt und eine dauerhafte Nummer für beide Richtungen möchte.
Premium zu 13,99 Dollar monatlich im Jahresabo (18,66 Dollar monatlich) hebt das Kontingent auf 500 Seiten und senkt die Zusatzseite auf 7 Cent. Wichtiger noch: Dies ist die erste Stufe, die gebührenfreie Nummern und die Rufnummernportierung freischaltet. Wer eine bestehende Faxnummer von einem alten Anschluss mitnehmen will, findet in Premium die Untergrenze.
Business zu 27,99 Dollar monatlich im Jahresabo (37,32 Dollar monatlich) bringt 1.000 Seiten, 5 Cent pro Zusatzseite und bis zu fünf Teammitglieder mit Admin-Konsole. Dazu kommen die Anbindungen an Slack und Microsoft Teams. Für ein kleines Büro, in dem sich mehrere Personen die Faxarbeit teilen, ist das die natürliche Heimat.
Enterprise beginnt bei 79,99 Dollar im Monat — und ungewöhnlicherweise gilt dieser Preis monatlich wie jährlich. Enthalten sind 1.000 Seiten (nach oben verhandelbar), die niedrigste Zusatzseite von 3 Cent und unbegrenzt viele Teammitglieder. Entscheidend: Es ist der einzige Tarif mit unterschriebenem HIPAA-BAA, API-Zugang, Single Sign-on und Optionen zur Datenresidenz. Diese Bündelung ist die folgenreichste Eigenheit der gesamten Preisstruktur, und darauf komme ich zurück.
| Tarif | Monatlich | Jährlich (pro Monat) | Inkl. Seiten | Zusatzseite | Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 0 $ | 10 gesamt | — | Nur Senden, keine Nummer |
| Basic | 9,33 $ | 6,99 $ | 200 | 0,10 $ | Eigene Nummer; ~3 Freimonate jährlich |
| Premium | 18,66 $ | 13,99 $ | 500 | 0,07 $ | Gebührenfreie Nummern + Portierung |
| Business | 37,32 $ | 27,99 $ | 1.000 | 0,05 $ | 5 Nutzer, Admin-Konsole, Slack + Teams |
| Enterprise | 79,99 $ | 79,99 $ | 1.000+ | 0,03 $ | Einziger Tarif mit HIPAA-BAA, API, SSO, Datenresidenz |
Was es real kostet
Listenpreis und Rechnungsbetrag sind nicht immer dieselbe Zahl. Ein paar Posten sollten Sie einplanen. Zusatzseiten summieren sich leise: Wer auf Basic regelmäßig über die 200 Seiten hinausschießt, häuft mit den 10-Cent-Seiten schneller Kosten an als gedacht — meist ist der Sprung in den nächsthöheren Tarif billiger, als die Strafe weiterzuzahlen. Zusätzliche Faxnummern kosten auf Business und Enterprise jeweils 4,99 Dollar im Monat, leicht zu übersehen, wenn man für verschiedene Abteilungen Nummern anlegt. Und der Sprung auf Enterprise ist steil: Zwischen Business für 27,99 Dollar und Enterprise für 79,99 Dollar liegt nichts. Sobald Sie einen BAA oder API-Zugang brauchen, verdreifacht sich Ihre Rechnung fast — eine Zwischenstufe fehlt.
Für ein realistisches Homeoffice mit 100 bis 150 Seiten im Monat ist Basic zu 6,99 Dollar im Jahresabo tatsächlich günstig, und Zusatzseiten werden Sie kaum je sehen. Für ein Fünf-Personen-Büro auf Business sind 27,99 Dollar für 1.000 geteilte Seiten konkurrenzfähig, wenn auch nicht der günstigste Seitenpreis — den halten Nextiva vFax und MetroFax. Bevor Sie sich festlegen, lohnt ein Blick auf unsere Übersicht aller Preise und den Beitrag dazu, was Online-Fax wirklich kostet.
Funktionen, die zählen
Zieht man die Aufzählungsakrobatik ab, erledigt Fax.Plus die Kernaufgabe gründlich. Sie senden aus der Web-App, aus den Mobil- und Desktop-Apps oder direkt per E-Mail — E-Mail-zu-Fax funktioniert in beide Richtungen, und darauf verlassen sich noch immer viele Nutzer ganz selbstverständlich. Deckblätter lassen sich mit Absender- und Empfängerdaten füllen, und die Faxkopfzeile (Datum, Uhrzeit, Seitenzahl, eigener Text) ist frei anpassbar statt in einer Voreinstellung festgenagelt.
Einige Details gehen über die Grundausstattung hinaus. Der geplante Versand stellt eine Übertragung für später in die Warteschlange — praktisch über Zeitzonen hinweg. Die Durchwahl erreicht Geräte, die hinter einem Telefonmenü sitzen. Eine Sperrliste schiebt Spam und anonymen Absendern einen Riegel vor, ein reales Problem an Eingangsnummern, das viele Dienste ignorieren. Empfangene Dokumente landen in verschlüsseltem Speicher, jede Übertragung erzeugt einen Sendebericht als Zustellnachweis, und ein Telefonbuch mit Gruppen hält häufige Empfänger beisammen. Alohi hat zudem eine KI-gestützte Datenextraktion aus eingehenden Faxen ergänzt.
Die Signaturfunktion verdient einen eigenen Hinweis: Es ist Sign.Plus, in den Faxablauf eingebettet. Ein Dokument zu unterschreiben und dann zu faxen wird so zu einem durchgehenden Vorgang statt zu einer Übergabe zwischen zwei Werkzeugen. Wenn Ihre Unterlagen routinemäßig eine Unterschrift brauchen, bevor sie rausgehen, spart diese Integration still und leise Zeit.
Senden und empfangen in der Praxis
Der Ablauf ist ungefähr so freundlich, wie Faxen eben werden kann. Im Web oder in einer App hängen Sie eine Datei an, wählen einen Empfänger aus dem Telefonbuch oder tippen eine Nummer, fügen bei Bedarf ein Deckblatt hinzu und senden; nach der Zustellung erhalten Sie einen Bestätigungsbericht. Eingehende Faxe treffen an Ihrer eigenen Nummer ein und erscheinen in der App und, wenn gewünscht, in Ihrem Postfach — verschlüsselt gespeichert zum späteren Abruf. Sie können den Empfang vorübergehend abschalten und in den Mehrbenutzer-Tarifen Nummern gezielt einzelnen Teammitgliedern zuweisen.
Nach dem dokumentierten Ablauf sollte sich das Ganze eher wie das Versenden eines E-Mail-Anhangs anfühlen als wie die Bedienung eines Faxgeräts — genau darum geht es. Eine strukturelle Grenze bleibt: Der Gratis-Tarif kann gar nicht empfangen, und eine echte Eingangsnummer beginnt erst bei Basic. Wenn beidseitiges Faxen die Anforderung ist, ist Basic Ihr tatsächlicher Einstiegspreis, nicht der kostenlose Tarif. Wer noch grundsätzlich zweifelt, ob es ganz ohne Gerät geht, findet die Antwort in unserem Beitrag Fax ohne Faxgerät.
Apps auf jeder Plattform
Hier setzt sich Fax.Plus vom Feld ab. Es gibt native Apps für iOS und Android, Desktop-Anwendungen für Windows und macOS und obendrauf die Web-App. Sehr wenige Wettbewerber bieten einen echten Desktop-Client — SRFax und Documo sind etwa reine Web-Dienste. Wer also lieber ein eigenständiges Programm im Dock hat als einen Browser-Tab, findet bei Fax.Plus einen der wenigen Anbieter, der das mitmacht. Die Apps teilen sich eine einheitliche Gestaltung über alle Plattformen, sodass der Wechsel vom Handy zum Laptop kein Umlernen bedeutet. Für Mobile-First-Nutzer ist iFax der einzige Rivale, der beim App-Erlebnis mithält — bei der plattformübergreifenden Vollständigkeit hat Fax.Plus aber die Nase vorn.
API und Integrationen
Fax.Plus verfügt über eine ausgewachsene REST-API, und keine schlechte. Die Endpunkte decken Senden und Empfangen ab, die Statusverfolgung in Echtzeit mit Zustell- und Fehlercodes sowie die programmatische Verwaltung von Faxnummern. Die Authentifizierung läuft über OAuth 2.0 oder persönliche Zugangstoken, Webhooks feuern bei Sende- und Empfangsereignissen, und Alohi veröffentlicht offizielle SDKs für Node.js, Python, PHP und Go. Für Teams, die Faxe in ein Praxis- oder CRM-System leiten, ist das ein solides Fundament.
Der Haken ist die Schranke: Die API gibt es nur im Enterprise-Tarif zu 79,99 Dollar im Monat. Es existiert keine Entwickler- oder Startup-Stufe, ein kleines Team, das bloß ein paar Faxe skripten will, zahlt also Enterprise-Preise für das Vergnügen. Wenn programmatisches Faxen Ihr Hauptzweck ist und Sie den Rest des Enterprise-Pakets nicht brauchen, vergleichen Sie mit Documo, das seine API in einer niedrigeren Stufe öffnet. Auf der App-Seite ist das Bild freundlicher: Anbindungen an Google Workspace, Slack, Microsoft Teams und Zapier sind verfügbar (die tieferen Integrationen liegen bei den höheren Tarifen), No-Code-Automatisierung ist also erreichbar, ohne die API anzufassen.
Sicherheit, Verschlüsselung, DSGVO und HIPAA
Fax.Plus erzählt eine der glaubwürdigeren Sicherheitsgeschichten der Kategorie, begünstigt durch Alohis Schweizer Basis und die Datenschutz-Positionierung. Die Zertifikatsliste ist echt und unabhängig aussagekräftig: ISO 27001, SOC 2 Type II, DSGVO-Ausrichtung und PCI DSS, dazu Verschlüsselung bei der Übertragung und im Ruhezustand sowie jährliche Penetrationstests. Für die allgemeine geschäftliche Vertraulichkeit — Verträge, Personalunterlagen, Finanzdokumente — ist das eine starke Grundlage, dokumentierter als bei den meisten Rivalen.
Für deutsche Leser ist die DSGVO der Maßstab, nicht HIPAA. Und hier liefert Fax.Plus, was Kanzleien, Steuerberater und Arztpraxen erwarten dürfen: ein Anbieter im europäischen Umfeld, mit DSGVO-Ausrichtung, ISO-27001-Zertifizierung und der Möglichkeit, Sendeberichte als Nachweis aufzubewahren. Wer einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO benötigt, sollte diesen vor dem Abschluss ausdrücklich anfragen und die konkrete Datenhaltung klären — die granulare Datenresidenz ist ausdrücklich ein Enterprise-Merkmal. Für den Alltag in Behörden und Kammern, wo weiterhin viel gefaxt wird, ist die Kombination aus europäischer Herkunft und dokumentierter Zertifizierung ein spürbarer Pluspunkt.
HIPAA ist ein US-Gesetz und betrifft in erster Linie das amerikanische Gesundheitswesen. Für deutsche Nutzer ist es damit meist zweitrangig — wichtig nur, wenn Sie mit US-Patientendaten arbeiten. Sachlich gilt: Fax.Plus kann HIPAA-konform sein, aber nur im Enterprise-Tarif und nur mit aktivierten Sicherheitskontrollen samt unterschriebenem BAA. Die unteren Stufen tragen die gesamte allgemeine Sicherheit — ISO 27001, SOC 2, Verschlüsselung —, aber keinen BAA. Ohne diesen dürfen geschützte Gesundheitsdaten nach US-Recht nicht über den Dienst laufen. Eine Einzelpraxis, die einen BAA braucht und ein paar hundert Seiten im Monat faxt, zahlt hier dramatisch drauf im Vergleich zu spezialisierten Optionen.
Dateiformate, Bedienung und Support
Fax.Plus verarbeitet die Dokumenttypen, die man von einem Faxdienst erwartet — PDFs sowie gängige Bild- und Office-Formate — und optimiert sie per Bildverarbeitung für die Faxstrecke, was der Lesbarkeit beim Empfänger hilft. Eine erschöpfende Formattabelle veröffentlicht das Unternehmen nicht; bei einem ungewöhnlichen Dateityp testen Sie ihn also zuerst im Gratis-Tarif. Bei der Bedienung gehört das Produkt zu den zugänglichsten im Feld: klare Oberfläche, schlichte Begriffe, verständlich auch für jemanden, der noch nie ein Online-Fax verschickt hat. Genau diese Zugänglichkeit trägt den Ruf als Allrounder.
Der Support läuft über E-Mail, Live-Chat und ein Hilfecenter. Für Selbstbedienung ist das eine ordentliche Auswahl, und der Chat reagiert flotter als die reinen E-Mail-Warteschlangen mancher Budget-Anbieter. Was fehlt, ist Telefon-Support — den einige Rivalen bieten. Für die meisten Nutzer genügt die Kombination aus Chat und E-Mail; wer im entscheidenden Moment lieber zum Hörer greift, sollte diese Lücke einkalkulieren.
Zuverlässigkeit und Eignung
Erfundene Zustellquoten haben in einem seriösen Test nichts verloren, aber die dokumentierte Infrastruktur weckt begründetes Vertrauen. Alohi wirbt mit 99,99 Prozent Verfügbarkeit und führt jährliche Penetrationstests durch. Wie immer beim Faxen ist das schwache Glied meist das betagte Gerät auf der Gegenseite, nicht der Cloud-Dienst — und die Sendeberichte sagen wenigstens klar, wenn eine Übertragung nicht durchkam.
Für kleine Unternehmen passt Business zu 27,99 Dollar mit 1.000 geteilten Seiten und fünf Nutzern gut; man zahlt etwas mehr pro Seite als bei den Preisführern, bekommt dafür bessere Apps und mehr Reichweite. Kanzleien, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer schätzen die starke Grundsicherheit, die internationale Abdeckung für grenzüberschreitende Mandate, die revisionsfreundlichen Sendeberichte und den eingebauten Signaturablauf — Business ist meist die richtige Stufe. Behörden und Kammern profitieren von der europäischen Herkunft und der DSGVO-Ausrichtung. Für Arztpraxen mit US-Bezug gilt der BAA-Vorbehalt: nur mit Enterprise, und nur, wenn Sie dessen übrige Funktionen ohnehin wollen.
Alternativen und Vergleich
Ein paar direkte Duelle lohnen sich. Gegen Documo gewinnt Fax.Plus bei internationaler Reichweite, App-Politur und Preis im Einstieg, verliert aber beim HIPAA-Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich — Documo bündelt den BAA ab dem Einstiegstarif, Fax.Plus lässt Sie auf 79,99 Dollar klettern. SRFax erzählt eine ähnliche Geschichte: der Budget-Compliance-Champion mit nüchterner Oberfläche, während Fax.Plus die schönere, internationalere, für Gesundheitsdaten teurere Option ist. Gegen iFax wird es eng — beide haben hervorragende Apps —, wobei Fax.Plus bei Länderabdeckung und Desktop-Clients vorne liegt. Geht es Ihnen einzig um die günstigste internationale Nummer, unterbietet CocoFax alle, allerdings mit selbsterklärter statt BAA-gestützter Compliance. Alle Anbieter nebeneinander finden Sie auf unserer Vergleichsseite.
Das Fazit
Fax.Plus verdient seinen Ruf als naheliegende Empfehlung. Es ist das rundeste Gesamtpaket im Online-Faxen: saubere, einheitliche Apps auf jeder Plattform inklusive Desktop, eigene Nummern in mehr Ländern als bei fast jedem Anbieter dieser Preisklasse — deutsche Ortsnummern inklusive —, ein dauerhaft kostenloser Tarif zum risikofreien Testen und ein Sicherheitsprogramm mit Zertifikaten, die die Werbeaussagen decken. Für Homeoffices, international arbeitende Teams und kleine bis mittlere Unternehmen, die Faxen modern haben wollen, ist es eine einfache, überzeugte Wahl — und mit 6,99 Dollar auf Basic günstig im Einstieg.
Der Vorbehalt ist konkret und wichtig: Alohi hat HIPAA und API hinter dem Enterprise-Tarif zu 79,99 Dollar eingemauert, mit nichts dazwischen und der Business-Stufe zu 27,99 Dollar. Diese eine Preisentscheidung macht Fax.Plus für zwei Gruppen von der naheliegenden zur falschen Antwort — für kleine Praxen, die einen BAA brauchen, und für Entwickler, die eine API suchen —, obwohl gerade sie zu den besten Kunden hätten werden können. Für alle anderen, und für große Organisationen, die das komplette Enterprise-Bündel tatsächlich wollen, ist Fax.Plus genau so gut, wie sein Ruf verspricht. Schicken Sie Ihr echtes Seitenvolumen durch den Rechner, entscheiden Sie, ob Sie das Enterprise-Paket je brauchen werden, und kaufen Sie entsprechend.