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Tarife & Preise

Günstigster

Basic

12,49 $ /Monat

14,99 $/Monat bei monatlicher Zahlung

  • 200 Senden + 0 Empfangen
  • Keine Zusatzseiten — festes Limit

Plus

24,99 $ /Monat

29,99 $/Monat bei monatlicher Zahlung

  • 500 Seiten/Monat (gemeinsam)
  • Keine Zusatzseiten — festes Limit

Professional

49,99 $ /Monat

59,99 $/Monat bei monatlicher Zahlung

  • 1000 Seiten/Monat (gemeinsam)
  • Keine Zusatzseiten — festes Limit

Stärken

  • Bestbewertete Mobile-Apps der Kategorie
  • Keine überraschenden Zusatzkosten – Kontingente sind feste Obergrenzen
  • BAA ab dem Plus-Tarif inklusive
  • E-Signaturen und Dokumentenscan integriert

Schwächen

  • Basic-Tarif kann gar keine Faxe empfangen
  • Feste Obergrenzen erzwingen im Vielnutzungsmonat ein Upgrade
  • Teurer als günstige Konkurrenten bei vergleichbarem Volumen

Funktionen

HIPAA-Konformität Enthalten
Fax-API Enthalten
Mobile App Enthalten
Desktop-App Enthalten
E-Signatur Enthalten
Gebührenfreie Nummern Enthalten
Internationales Faxen Enthalten
Testphase Kostenlos testen (Pro)
Nummern verfügbar in US, CA, GB, IT
Plattformen Web · iOS · Android · Windows · macOS
Support 24/7-Chat · E-Mail · Persönlicher Ansprechpartner (Enterprise)

Sicherheit & Compliance

  • HIPAA mit BAA (ab Plus)
  • 256-Bit-Verschlüsselung
  • Audit-Trails

Typische Einsatzszenarien

  • Mobile-first-Profis
  • Kleine Praxen
  • Teams, die integrierte E-Signaturen wollen

Der ausführliche iFax-Test

Die meisten Online-Faxdienste geben sich alle Mühe, ein beiges Gerät aus dem letzten Jahrtausend nachzuahmen. iFax gehört zu der kleinen Gruppe, die diesen Reflex ablegt: Der Dienst behandelt das Smartphone als das eigentliche Faxgerät und tut das so überzeugend, dass Scannen, Unterschreiben und Versenden eines Dokuments nicht mehr nach Pflichtübung, sondern nach normaler App-Bedienung anfühlt. Wer schon einmal am Küchentisch ein Formular abfotografiert und zwei Minuten später als sauberes Fax verschickt hat, versteht, worin der Reiz liegt.

Das Fazit vorweg: iFax hat die besten Apps im gesamten Vergleichsfeld und ein Abrechnungsmodell ohne böse Überraschungen, verlangt dafür aber, dass Sie Ihr monatliches Seitenvolumen kennen, bevor Sie sich festlegen. Der günstigste Tarif kann obendrein gar keine Faxe empfangen. Wenn Sie überwiegend vom Handy oder Tablet aus faxen und E-Signaturen sowie Dokumentenscan gleich mit an Bord haben wollen, lohnt das Weiterlesen. Wenn Sie schlicht die meisten Seiten pro Dollar suchen, sind Sie anderswo besser aufgehoben.

Und weil das für deutsche Leser die wichtigste Frage überhaupt ist, gleich zu Beginn eine klare Ansage: Eine deutsche Faxnummer bietet iFax nicht. Dazu unten mehr.

Für wen sich iFax lohnt – und für wen nicht

Am rundesten passt iFax zu mobil arbeitenden Fachleuten: Außendienst, Makler, Sachverständige, Einzelanwälte und die Verwaltung kleiner Praxen, die Dokumente dort verschicken, wo sie gerade stehen. Die Scan- und Signaturfunktionen leisten hier echte Arbeit, und die Apps sind aufgeräumt genug, dass auch technikferne Kollegen sie ohne Schulung bedienen.

Auch für kleine Arztpraxen ist der Dienst eine ernstzunehmende Option – vorausgesetzt, es geht um das US-Gesundheitswesen. iFax legt ab dem Plus-Tarif einen unterschriebenen BAA bei, ohne dass ein Enterprise-Vertriebsprozess nötig wäre. Für deutsche Praxen zählt allerdings die DSGVO, nicht HIPAA; dieser Unterschied ist so wichtig, dass er weiter unten einen eigenen Abschnitt bekommt.

Die Finger lassen sollten Sie von iFax, wenn Sie ein Vielfax-Betrieb sind und den niedrigsten Seitenpreis jagen. Bei vergleichbaren Mengen verlangt der Dienst mehr als die Budget-Konkurrenz, und sein Modell fester Obergrenzen – niemals Zusatzgebühren – bedeutet, dass ein starker Monat einen Tarifwechsel erzwingt statt einer kleinen Zusatzrechnung. Und wer Faxe empfangen will, sollte den Einstiegstarif Basic komplett ignorieren, aus einem Grund, auf den ich gleich komme.

Wer hinter iFax steht

iFax ist ein Produkt der Amplify Ventures Ltd., eines Unternehmens mit Sitz in San Francisco und einer Handelsregistereintragung in England und Wales. Ein Name wie eFax ist das nicht, aber das Produkt ist lange genug am Markt, um eine große Nutzerbasis aufgebaut zu haben – die Firma nennt in ihrer Kommunikation Zahlen im Millionenbereich an Kunden und Zehntausende Geschäftskonten.

Wichtiger als die reine Größe ist, was diese Zahlen andeuten: iFax ist eine etablierte, aktiv weiterentwickelte Plattform, kein Wochenendprojekt. Auffällig ist, wohin das Unternehmen investiert – in native Apps und zuletzt in eine Entwickler-API sowie HIPAA-Werkzeuge. Das verrät die Zielgruppe deutlich: mobile Nutzer und das Gesundheitswesen, nicht das Preisdumping bei großen Mengen.

Die Preise im Detail

iFax fährt eine dreistufige Consumer-Reihe plus eine Enterprise-Option auf Anfrage. Ein Hinweis, der für den ganzen Test gilt: Der Anbieter rechnet in US-Dollar ab. Alle folgenden Beträge sind Monatspreise; die Jahreszahlung senkt den Monatssatz um grob 15 bis 20 Prozent, Einrichtungsgebühren fallen bei keinem Tarif an.

Der Basic-Tarif kostet 14,99 Dollar im Monat, im Jahresabo 12,49 Dollar, und enthält 200 Seiten. Und jetzt das Kleingedruckte, das Sie unbedingt lesen müssen: Basic kann nur senden. Es gibt keine eigene Faxnummer, Sie können also nichts empfangen. Für einen Betrieb, der ausschließlich Dokumente hinausschickt – etwa Formulare an eine Stelle, die nie zurückfaxt –, ist das in Ordnung. Für fast alle anderen ist es eine Falle, denn Faxen ist üblicherweise eine Zwei-Wege-Angelegenheit.

Der Plus-Tarif liegt bei 29,99 Dollar monatlich, im Jahresabo 24,99 Dollar, und bringt 500 Seiten samt eigener Faxnummer für Senden und Empfangen. Entscheidend: Hier ist auch die HIPAA-Konformität mit unterschriebenem BAA enthalten. Für eine kleine Praxis ist Plus der eigentliche Einstiegspunkt.

Der Professional-Tarif kostet 59,99 Dollar im Monat, im Jahresabo 49,99 Dollar, und hebt Sie auf 1.000 Seiten. Er schaltet den Zugang zur Entwickler-API frei sowie Single Sign-on (SSO) – der Tarif für Teams, die das Faxen automatisieren oder in andere Systeme einbinden wollen.

Darüber rangiert Enterprise, angebotsbasiert, mit Mengenrabatt, höherem SLA und persönlichem Ansprechpartner. Wer in dieser Größenordnung unterwegs ist, spricht ohnehin mit dem Vertrieb, egal was ein Test sagt.

TarifMonatlichJährlich (pro Monat)Inkl. SeitenZusatzseiteHinweis
Basic14,99 $12,49 $200 (nur senden)keine – feste ObergrenzeKeine Faxnummer, kein Empfang
Plus29,99 $24,99 $500 kombiniertkeine – feste ObergrenzeEigene Nummer, HIPAA-BAA inklusive
Professional59,99 $49,99 $1.000 kombiniertkeine – feste ObergrenzeEntwickler-API, SSO
Enterpriseauf Anfrageauf Anfrageindividuellkeine – feste ObergrenzePersönlicher Ansprechpartner, höheres SLA

Das Kontingentmodell, erklärt

Das Versprechen im Schaufenster lautet: iFax berechnet niemals Zusatzseiten-Gebühren. Das klingt nach reinem Vorteil, und für die Budgetplanung ist es das auch – Ihre Rechnung ist Monat für Monat exakt der Tarifpreis, ohne unangenehme Nachforderung, wenn Sie Ihr Volumen unterschätzt haben. Wer schon einmal von einer nicht eingeplanten Seitengebühr überrascht wurde, weiß Planbarkeit zu schätzen.

Die Kehrseite: Ihr Seitenkontingent ist eine harte Decke, kein weiches Ziel. Überschreiten Sie im Plus-Tarif die 500 Seiten, zahlen Sie eben nicht ein paar Cent pro Extraseite, sondern warten auf den Monatswechsel oder wechseln in den Professional-Tarif. Das ist ein echter Preissprung (von 24,99 auf 49,99 Dollar im Jahresabo), ausgelöst durch einen einzigen starken Monat. Vergleichen Sie das mit Nextiva vFax, wo drei Cent pro Zusatzseite einen Ausreißermonat kaum spürbar machen – die Philosophien könnten kaum weiter auseinanderliegen.

Die ehrliche Lesart der iFax-Preise lautet daher: Wählen Sie Ihren Tarif nach Ihrem stärksten realistischen Monat, nicht nach dem Durchschnitt. Ist Ihr Volumen sprunghaft, planen Sie eine Stufe höher. Ist es gleichmäßig und vorhersehbar, ist die harte Grenze kein Thema und die saubere Abrechnung ein echter Pluspunkt. Unser Faxkosten-Rechner ist der schnellste Weg zu prüfen, in welchem Tarif Ihre tatsächliche Nutzung landet.

Was es real kostet

Für einen Einzelnutzer, der senden und empfangen muss – der Normalfall –, liegt der wahre Einstiegspreis bei Plus mit 24,99 Dollar im Jahresabo, nicht beim beworbenen Basic-Satz. Das ist konkurrenzfähig zu Mitteltarifen anderswo, aber merklich über Budget-Optionen bei vergleichbaren Seitenzahlen. Sie bezahlen einen Aufschlag für die Apps und den mitgelieferten BAA – ob er sich lohnt, hängt allein davon ab, wie hoch Sie das mobile Erlebnis bewerten. Wo iFax marktweit steht, ordnet unser Ratgeber Was kostet Online-Fax ein; alle Tarife nebeneinander finden Sie auf der Preisübersicht.

Funktionen, die wirklich zählen

iFax ist mehr als eine Sende-Empfangs-Leitung, und die Extras rechtfertigen den Preis.

Der Dokumentenscan verwandelt die Handykamera in einen brauchbaren Flachbettscanner, mit Kantenerkennung und Nachbearbeitung, sodass eine abfotografierte Seite am Ende wie ein Fax aussieht und nicht wie ein Schnappschuss. Die integrierten E-Signaturen lassen Sie unterschreiben oder Unterschriften anfordern, ohne in ein separates Werkzeug zu wechseln – das ist die Funktion, auf die ich als Erstes zeigen würde, wenn Sie iFax etwa gegen SRFax abwägen, das gar keine Signatur beherrscht.

OCR wandelt eingehende Faxe in durchsuchbaren, markierbaren Text um, und das ist im Stillen eine der nützlichsten Eigenschaften hier: Ein Archiv empfangener Faxe wird so tatsächlich durchsuchbar statt zu einem Haufen Bilder. Der Fax-Rundruf erledigt das Eins-zu-viele-Versenden für Büros, die dasselbe Dokument an eine Liste schicken, und automatische Wiederholungen klopfen so lange an eine besetzte Leitung, dass Sie eine gescheiterte Übertragung nicht bewachen müssen.

Cloud-Anbindungen runden das Bild ab: Dokumente lassen sich direkt aus Google Drive, Dropbox, OneDrive und Box ziehen, statt sie erst herunter- und wieder hochzuladen – Kleinigkeiten, die sich über einen Arbeitstag summieren.

Faxe senden und empfangen

Der Ablauf ist im besten Sinne unspektakulär. Sie versenden aus dem Web-Dashboard, aus den mobilen Apps oder direkt aus der E-Mail heraus – Dokument anhängen, an die Faxnummer des Empfängers im iFax-Format adressieren, abschicken. Deckblätter sind konfigurierbar, und Sie bekommen eine Zustellbestätigung, sobald das Fax angekommen ist (oder eine Fehlermeldung samt Wiederholung).

Eingehende Faxe landen an Ihrer eigenen Nummer und in der App, wo OCR sie durchsuchbar macht und die Ablage eine Historie führt. Die eine strukturelle Sache, die Sie verinnerlichen müssen: Empfang setzt eine Faxnummer voraus, und eine Faxnummer gibt es erst ab Plus. Auf Basic ist schlicht nichts da, wohin etwas empfangen werden könnte. Diese einzelne Einschränkung verschiebt für die meisten Käufer die gesamte Tarifentscheidung.

Bei den Nummern zeigt sich die deutsche Achillesferse. In unseren Daten deckt iFax die USA, Kanada, Großbritannien und Italien ab – keine deutschen Nummern. Wenn Sie eine Ortsnummer mit deutscher Vorwahl brauchen, um etwa für Geschäftspartner, Behörden oder Patienten unter einer inländischen Faxnummer erreichbar zu sein, scheidet iFax an dieser Stelle aus. Dann führen Fax.Plus oder CocoFax die Liste an; beide vergeben deutsche Rufnummern. Wer erst noch grundsätzlich prüfen möchte, ob es überhaupt ohne Gerät geht, findet in unserem Beitrag Fax ohne Faxgerät die Grundlagen.

Die Apps

Das ist die ganze These von iFax, und sie geht auf. Es gibt native Apps für iOS, Android, Windows und macOS, dazu die Web-App – ein vollständiges Set, das nur wenige Wettbewerber erreichen. Wo Documo Web plus iOS bietet und SRFax reine Web-Sache ist, setzt iFax eine echte App auf jedes Gerät, das Sie voraussichtlich benutzen.

Die mobilen Apps sind der Höhepunkt und durchgängig die bestbewerteten der Kategorie. Scannen, Signieren, Senden und Durchsehen laufen reibungslos, und die Desktop-Apps bedeuten, dass Sie nicht in einen Browser-Tab gezwungen werden, wenn Ihnen ein eigenes Fenster lieber ist. Für alle, deren Faxen unterwegs stattfindet – Prüfer, Makler, Kollegen im Hausbesuch –, ist das der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das man erträgt, und einem, an das man keinen Gedanken verschwendet. Steht die mobile Nutzung bei Ihnen ganz oben, gehört iFax auf die engste Auswahl.

API und Integrationen

iFax bietet eine REST-basierte Fax-API, freigeschaltet im Professional-Tarif. Sie deckt die erwartbaren Operationen ab: programmatisches Versenden, Empfang eingehender Faxe per Webhook-Rückruf, Zustellstatus in Echtzeit (gesendet, zugestellt, fehlgeschlagen, wird wiederholt) sowie das Bereitstellen von Nummern. Webhooks lassen sich auf Endpunkte wie Slack oder PagerDuty leiten, und es gibt Code-Beispiele in den üblichen Sprachen.

Ohne eigene Programmierung gibt es Zapier-Unterstützung mit Zugriff auf Tausende nachgelagerte Anwendungen sowie dokumentierte Anbindungen an EHR-/EMR-Systeme, Microsoft 365, Google Workspace und HubSpot – eine vernünftige Bandbreite, um Faxen in bestehende Geschäftsprozesse einzuweben.

Zwei Einschränkungen. Erstens erfordert der API-Zugang den Professional-Tarif für 49,99 Dollar – auf dem Plus-Preis können Sie nicht bauen. Zweitens: Wenn programmatisches Faxen Ihr Kernbedarf ist und nicht nur ein nettes Extra, sollten Sie iFax gegen Anbieter halten, bei denen die API stärker im Rampenlicht steht, allen voran Documo. Für ein Team, das mobile Nutzung und API zugleich braucht, ist die Kombination von iFax dagegen schwer zu schlagen.

Sicherheit, Verschlüsselung, DSGVO und HIPAA

Hier werden Leser anderswo gern in die Irre geführt, also präzise: iFax verschlüsselt Übertragungen mit 256-Bit-Verschlüsselung und TLS, führt Audit-Trails und Übertragungsprotokolle und hält SOC-2- sowie ISO-27001-Zertifizierungen. Rollenbasierte Zugriffsrechte und, ab Enterprise, SSO vervollständigen die Zugriffskontrolle.

Zu HIPAA im Besonderen: iFax stellt einen unterschriebenen BAA bereit, enthalten ab dem Plus-Tarif. Das ist der Baustein, der juristisch tatsächlich trägt, und ihn für 24,99 Dollar im Jahresabo zu bekommen – statt hinter einem Enterprise-Vertrag – ist ein echter Vorteil für kleine Einrichtungen. Damit unterbietet iFax Fax.Plus, wo der BAA nur im teuren Enterprise-Tarif lebt.

Jetzt die deutsche Brille, und die ist entscheidend. HIPAA ist ein US-Gesetz und für das deutsche Gesundheitswesen ohne Bedeutung. Für eine deutsche Arztpraxis, eine Kanzlei, einen Steuerberater oder eine Behörde zählt allein die DSGVO. iFax bringt mit ISO 27001, SOC 2 und Verschlüsselung eine solide allgemeine Sicherheitsaufstellung mit, wirbt aber nicht mit einer DSGVO-spezifischen Zusicherung wie einem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach deutschem Muster oder einer garantierten EU-Datenhaltung. Wer als deutsche verantwortliche Stelle personenbezogene Daten – erst recht Gesundheits- oder Mandantendaten – per Fax verarbeitet, muss AVV und Serverstandort vorab mit dem Datenschutzbeauftragten klären, zumal Rufnummern und mutmaßliche Datenhaltung im US-/UK-Raum liegen. Für interne, unkritische Dokumente ist das kein Hindernis; für die Patientenakte oder die Handakte ist es eine Vorbedingung.

Die wichtige Grenze bleibt dieselbe wie beim US-Recht: Der reine Sende-Tarif Basic ist nicht für sensible Daten gedacht. Kein BAA, keine Empfangsnummer, nicht für geschützte Gesundheitsinformationen. Wer Patientendaten verarbeitet, für den ist Plus die Untergrenze – und selbst dann bleibt die DSGVO-Prüfung Ihre Hausaufgabe.

Dateiformate, Bedienung und Support

iFax verdaut die üblichen Dokumentformate, die man einem Fax zumutet – PDFs, gängige Bildtypen und Office-Dateien –, und konvertiert sie für die Übertragung im Hintergrund. In der Praxis denken Sie selten über Formate nach: hochladen oder scannen, den Rest erledigt der Dienst.

Bedienkomfort ist womöglich die stärkste Eigenschaft von iFax jenseits des Preises. Die Oberfläche ist auf jeder Plattform klar und modern, die Lernkurve für neue Nutzer kurz. Das ist der Dienst, den ich einer technikfernen Empfangskraft mit der geringsten Sorge vor Schulungsaufwand in die Hand geben würde.

Der Support läuft über 24/7-Chat plus E-Mail, ein persönlicher Ansprechpartner bleibt Enterprise-Kunden vorbehalten. Rund um die Uhr erreichbarer Chat ist ein spürbarer Fortschritt gegenüber dem reinen E-Mail-und-Hilfecenter-Modell mancher Konkurrenten. Eine allgemeine Telefonhotline für die unteren Tarife gibt es allerdings nicht – wer lieber mit einem Menschen spricht, findet bei Documo oder SRFax Telefonsupport, den iFax auf Consumer-Ebene nicht bewirbt.

Zuverlässigkeit und Eignung

Ich habe keinen kontrollierten Zustelltest durchgeführt und erfinde deshalb keine Zahlen. Dokumentiert sind automatische Wiederholungen bei besetzten Leitungen, Zustellbestätigungen und Angaben zu hoher Verfügbarkeit, wobei ein 99,95-Prozent-SLA Enterprise vorbehalten bleibt. Das sind Marketing-Werte, keine geprüften Garantien, und die unteren Tarife tragen kein vertragliches SLA – gut zu wissen, falls Faxzustellung bei Ihnen geschäftskritisch ist.

Nichts deutet auf Zuverlässigkeitsprobleme hin, doch wenn eine schriftlich zugesicherte Verfügbarkeit zählt, landen Sie bei Enterprise oder bei einem Anbieter wie Documo, der ein SLA auch in gewöhnlichen Tarifen festschreibt.

Nach Einsatzzweck sortiert: Für kleine Unternehmen mit mobilem Team und Sinn für gute Apps ist iFax ein starker Treffer, kostenbewusste Büros vergleichen aber besser zuerst die Preise. Für Arztpraxen im US-Kontext ist der ab Plus enthaltene BAA ein Argument; deutsche Praxen müssen erst die DSGVO-Frage klären. Kanzleien, Steuerberater und Behörden in Deutschland stoßen auf denselben Vorbehalt und obendrein auf die fehlende deutsche Nummer – für den Schriftverkehr mit Gericht oder Finanzamt, der weiterhin oft per Fax läuft, ein handfestes Manko. Ohne inländische Rufnummer und ohne ausgewiesene EU-Datenhaltung ist iFax hierzulande eher Werkzeug für interne, unkritische Abläufe als für hoheitliche oder mandatsgebundene Kommunikation.

Alternativen und wie iFax abschneidet

Drei Wettbewerber lohnen den direkten Vergleich:

Fax.Plus ist der engste Rivale bei der App-Qualität, deckt ebenfalls jede Plattform ab und vergibt Nummern in weit mehr Ländern – Deutschland eingeschlossen. Nehmen Sie Fax.Plus statt iFax, wenn Sie eine deutsche Nummer oder einen dauerhaft kostenlosen Test-Tarif brauchen. iFax gewinnt beim leichten HIPAA-Zugang, weil Fax.Plus den BAA im Spitzentarif vergräbt.

Documo ist das Schwergewicht für Gesundheitswesen und Automatisierung, mit BAA in jedem Tarif, EHR-Integrationen und ernstzunehmender API. Wählen Sie Documo, wenn Compliance und Dokumenten-Workflows der ganze Zweck sind; wählen Sie iFax, wenn Sie zusätzlich erstklassige mobile Apps und einen niedrigeren Einstiegspreis wollen. Für deutsche Nummern taugt allerdings keiner der beiden – Documo bleibt auf USA und Kanada beschränkt.

Nextiva vFax und andere Budget-Optionen gewinnen klar beim Seitenpreis. Wer viele inländische Seiten faxt und weder auf Apps noch auf sofortige HIPAA-Konformität angewiesen ist, zahlt dort einen Bruchteil. Alle Kandidaten stellen Sie auf unserer Vergleichsseite nebeneinander.

Fazit

iFax ist der Dienst, an dem sich das Erlebnis messen lassen muss. Die Apps sind die besten der Kategorie, Scan und E-Signatur sind eingebaut statt angeflanscht, die Oberfläche ist wirklich angenehm, und das Abrechnungsmodell überfällt Sie nie mit einer Zusatzseiten-Rechnung. Einen unterschriebenen BAA zum Plus-Preis zu bekommen, ist ein unterschätzter Vorteil für kleine US-Einrichtungen, die anderswo einen Enterprise-Verkaufsgesprächen ausweichen müssten.

Die Kompromisse sind ebenso klar. Sie zahlen einen Aufpreis gegenüber Budget-Anbietern für diese Politur, das Modell fester Obergrenzen macht aus einem starken Monat ein erzwungenes Upgrade statt einer kleinen Gebühr, und die Nur-Senden-Beschränkung des Basic-Tarifs ist eine echte Stolperfalle für alle, die das Kleingedruckte überlesen. Für deutsche Nutzer kommen zwei gewichtige Vorbehalte hinzu: keine deutsche Faxnummer und keine ausgewiesene DSGVO-Zusicherung mit EU-Datenhaltung.

Meine Empfehlung: Wenn Sie vom Handy aus faxen, Signieren und Scannen an einem Ort wollen und mit dem US-Rechtsrahmen leben, steigen Sie bei iFax Plus ein – aber seien Sie vorher ehrlich zu sich selbst, was Ihren stärksten Monat angeht. Wenn der Seitenpreis Ihr Nordstern ist, wenn Sie eine deutsche Nummer brauchen oder wenn Ihre Kanzlei, Praxis oder Behörde eine belastbare DSGVO-Grundlage voraussetzt, schauen Sie sich anderswo um. Schicken Sie Ihr echtes Volumen erst durch den Rechner, dann sortiert sich der Platz von iFax auf Ihrer Auswahlliste von selbst.

Häufige Fragen zu iFax

Was passiert, wenn mein iFax-Kontingent aufgebraucht ist?

iFax berechnet keine Zusatzseiten — die Kontingente sind harte Grenzen. Ist das Limit erreicht, warten Sie auf den Monatswechsel oder wechseln in den nächsthöheren Tarif. Planbare Rechnungen, weniger Flexibilität.

Kann ich im günstigsten Tarif Faxe empfangen?

Nein, der Basic-Tarif kann nur senden und enthält keine Faxnummer. Empfang gibt es ab dem Plus-Tarif — inklusive eigener Nummer und HIPAA-Konformität.

Funktioniert iFax mit deutschen Nummern?

Nein, Nummern gibt es derzeit für die USA, Kanada, Großbritannien und Italien. Für eine deutsche Faxnummer empfehlen wir Fax.Plus oder CocoFax.

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